Sensorik und Kunst

Thema: Wählen Sie ein Szenario Aktion/Reaktion zwischen Kunstwerken und Betrachter

Gruppe:

  • Andreas Elwing

  • Torsten Kersting

Dokumente:



Abstrakt:

Entwicklung einer künstlerischen räumlichen Installation, die mit den Betrachtern interagiert. Nutzung der technischen Möglichkeiten der Sensorik zur Beeinflussung der künstlerischen Darstellung.


Schlüsselworte: Kunst, Sensorik, Semantic Media


1. Einleitung:

Thema: Unfallgaffer. “Die Masse guckt, staunt, aber hilft nicht” nach Fakt, MDR Magazin 15.9.0291 Jedem muss klar sein oder eben erst werden, dass jährlich Tausende Unfallopfer vermeidbare Verletzungsfolgen davontragen oder gar zu Tode kommen, weil Gaffer nicht helfen oder die Rettungskräfte behindern.



2. Veranschaulichung

2.1. Thematisch:

Mit künstlerischen Mitteln soll das Gaffertum veranschaulicht und besonders den eigentlichen Verursachern mit Hilfe einer Videoinstallation verdeutlich werden. Hierzu soll in einem viereckigen Raum auf allen drei Wänden (die Wand mit der Eingangstür bleibt ungenutzt) ein Videofilm ablaufen der mit den Besuchern interagiert.



2.2. Technisch:

Drei zentral gesteuerte Beamer sollen abhängig von den Besuchern bestimmte Videosequenzen abspielen. Zunächst sollen die Besucher durch geeignete bildliche Mittel in die Nähe einer Projektionswand gelockt werden. Dort sollen sie mit sensorischen Mitteln erfasst werden. Die Daten der Sensorik sollen zentral erfasst und ausgewertet werden und sollen somit das abspielen der entsprechenden Videosequenzen veranlassen.



3. Realisation

3.1. Prototyp:

Zunächst wird ein Prototyp in Flash implementiert, da auf diese Weise mit Hilfe von Actionscript die grundsätzliche Funktion der Installation realisiert werden kann und auch die Ansteuerung der Beamer simuliert werden kann.

Figure 1 Flash Prototyp


Der Flashprotoyp zeigt zunächst auf allen Projektionsflächen die selbe ruhige Flash Sequenz. Sobald ein Sensorfeld aktiviert wird wechselt die Sequenz der entsprechenden Projektionsfläche in eine bildlich sehr aufregende Sequenz. Werden nun alle Sensorfelder dieser Projektionslfäche betätigt wechselt die Sequenz in eine aufklärende Sequenz, die kurz über die negativen Folgen von Schaulustigen informiert. Darauf wird an dieser Projektionsfläche wieder die ruhige Sequenz abgespielt und die Abspielsequenz wiederholt sich analog zur Betätigung.

Figure 2 Installations Aufbau


3.2. Endprodukt:

In der finalen Version sind prinzipiell lediglich die simulierten Sensorfelder durch geeingete Schalter zu ersetzen bzw. eine entsprechende Ansteuerung zu realisieren. Die Projektionsflächen auf die Beamer umzumappen sollte mit geeigneter Hardware (PC mit mehreren Grafikkarten) durchaus machbar sein. Actionscript ermöglich den Zeit/Ereignissabhängigen Ablauf der Filmsequenzen. Schalter in Verbindung mit Bodenplatten wurden anstatt Augenpaar oder Gesichtserkennung gewählt um die Installation unabhhängig von kleineren Räumen und damit verbundenen Betrachtern in zweiter Reihe zu machen, ferner können auf diese Weise zu erwartende Probleme im Zusammenhang mit den Lichtquellen der Beamer vermieden werden. Flash als Filmmaterial wird bewusst aufgrund des Themas gewählt, um für die Installation unnötig detail liertes Videomatierial zu vermeiden und somit die Installation allen Altersgruppen zu öffnen. Es soll unter allen Umständen vermieden werden durch zu eindeutige Darstellung Besucher zu verschrecken, dennoch soll die Grundproblematik verdeutlicht werden.

Figure 3 Trittsensor


4. Projektstand

Zur Zeit wird an der Fertigstellung des Prototyps gerabeitet. Außerdem muss der Content für das Filmmaterial noch erstellt werden, den die Zuschauer dann wirklich auf den Projektionsflächen sehen werden.
Außerdem arbeiten wir gerade an einer Lösung, mit einem Laptop auszukommen und mit diesem drei Beamer gleichzeitig anzusteuern. Desweiteren beschäftigen wir uns mit der Auswahl der Trittsensoren, die unseren Anforderungen genügen, die richtige Grösse haben und die richtige Schnittstelle mitbringen.

Figure 4 Trittsensor Technische Daten




5. Probleme

Die grösste Sorge bereitet im Moment neben der Produktion geeigneten Flash Film Materials die technische Umsetzung der abhängigen Ansteuerung der Beamer sowie der damit verbundenen zuverlässigen Auswertung der Sensorfelder. Menschen tendieren in den seltensten Fällen dazu auf exakt einer Stelle zu verharren.

6. Ausblick

In Zukunft wäre es noch denkbar die Sensorfelder relativ zur Besucheranzahl anzusteuern und somit eine Installation den tatsächlichen Besuchern anzupassen. Nach Klärung der Finanzierungsgrundlagen ware eine Ausstellung im New Yorker MoMa erstrebenswert.


Literatur:

 

 

 

Zuletzt aktualisiert: 14. Dezember 2005 13:00

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